PROFESSIONELLE HYPNOSETHERAPIE | MENTALES COACHING
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11.12.2017 | Die Traurigkeit und was sie von uns will

Traurigkeit ist eine der häufig missverstandenen Emotionen. Wird sie doch gefürchtet, gemieden und mit Ablenkung und Medikamenten unterdrückt. Traurig, nicht wahr? ;-)

Ich schreibe hier nicht von Depressionen, sondern vom Gefühl der Traurigkeit, von welchem jede/r von uns schon Bekanntschaft gemacht hat. Die Momente in welchen wir nicht mit erwünschtem Elan unseren Alltag in Angriff nehmen können.

Unsere Gesellschaft erlaubt kaum, traurig zu sein. Verspüren wir Trauer, versucht unser Umfeld schnell, dies zu ändern. Personen, welche ihre eigene Trauer unterdrücken oder fürchten, ertragen schlecht, wenn sie einem trauernden Menschen begegnen. Denn durch sie, werden sie an ihre eigene Trauer erinnert. Durch die Erwartung, stark und glücklich sein zu MÜSSEN, fühlen wir uns verpflichtet, zu ignorieren und so zu tun, als ob alles in Ordnung sei.

„Traurigkeit ist eine Botschaft. Wer sie zu verstehen beginnt, wird mutig genug, sie zuzulassen.“ Sie will Dich zwar besuchen, hat jedoch nicht die Absicht zu bleiben.

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Wenn etwas Schönes ungewollt endet, entsteht Trauer. Dies ist die natürliche Reaktion. Immer. Genauso, wie bei steigenden Temperaturen, der Schnee schmilzt. Eine logische Folge. So zu tun, als ob Trauer dann nicht existiert ist Selbstbetrug und oft eine Ursache, später nicht loslassen zu können.

Der gutgemeinte Satz: „Sei nicht traurig, weil es vorbei ist. Sei froh, weil es schöne war.“ ist auch ein falscher Trugschluss. Hier passt vielmehr: „Sei fröhlich, weil es schön war UND sei traurig, weil es vorbei ist.“

Was, wenn Traurigkeit plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftritt? Folgende Gedanken können helfen, dieses Gefühl zu verstehen:
 
Energieverlust, Überlastung und Erschöpfung kann sich in Form von Traurigkeit zeigen. Ein Warnsignal welches uns einlädt (oder zwingt) sofort kürzer zu treten und uns auf uns selbst zu konzentrieren. Dies kann auf psychische und/oder körperliche Ursachen zurückzuführen sein

Eine Theorie von B.Thierry geht sogar soweit, dass Traurigkeit mit dem Vorgang des Winterschlafes bei Tieren verglichen werden. Sie verhindert, dass wir uns durch äussere Dinge ablenken und versetzt uns in einen 'Energiesparzustand'. Interessanterweise tritt dies zum Winteranfang (kürzere Tage, weniger Licht) sowohl bei Menschen und Tieren auf.

Die Welt ist Bipolar, alles hat zwei Seiten. Glück und Freude kann erleben und schätzen, wer auch die Trauer kennt. Ein plötzliches Auftreten von Trauer kann ein Zeichen von Selbstfürsorge sein. Es teilt uns Dinge mit, wie: „Halte einen Augenblick inne, höre auf dich selbst, kümmere dich um dich selbst, verstehe, was mit dir los ist.“

„Sag mir, was du brauchst.“  Es kann Dich dazu bringen über die Wurzel seines Problems oder Deine wahren Bedürfnisse nachzudenken.

Traurigkeit ist auch ähnlich einer Sehnsucht. Es fühlt sich leer an, es fehlt etwas. Sie gibt uns Hinweise, welches unsere wirklichen Bedürfnisse und unsere wahre Motivation für unser tun ist.  Es ist auch kein Zufall, dass viele Schriftsteller und Musiker gerade in Momenten der Trauer ihre erfolgreichsten Texte und Lieder geschrieben haben. Sie treibt uns an, Dinge herauszufinden, uns zu Verändern oder etwas Neues zu erschaffen.

Trotz all diesen Eigenheiten ist klar, dass sich Trauer auch unerträglich und schwer anfühlen kann, gerade wenn sie länger dauert und Geduld einfordert.

„Geduld ist das Vertrauen, dass es gut endet“ oder wie ein Sprichwort meint: 

„Du kannst die Vögel der Traurigkeit nicht daran hindern, dir um den Kopf zu flattern, aber du kannst verhindern, dass sie in deinem Haar ein Nest bauen.“

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22.07.2017 | Warum die Vorstellungskraft so gewaltig ist

und was dies mit 'Mission Impossible', 'Oceans Eleven' und 'Inside Out' zu tun hat.

Die Vorstellungskraft ist in der Tat eine unserer stärksten Kräfte. Das Gehirn, verarbeitet Erfahrungen, Gefühle, Gedanken und steuert körperliche Vorgänge. Über Nerven verkabelt, ist es mit Augen, Ohren und anderen Sensoren verbunden. Werden diese getrennt, nimmt das Gehirn jedoch nichts mehr wahr. Es empfindet nicht einmal Schmerzen! und bemerkt selbst nicht, was rundherum passiert.

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Es ist als würde da drinnen einer Sitzen und an einem Bildschirm die Umwelt überwachen. (wie im sehenswerten Disneyfilm 'Inside Out' dargestellt) Ohne Bildschirm und ohne Verkabelung hat dort drinnen ganz einfach keiner eine Ahnung, was draussen passiert.

Dies funktioniert dann wie in manchem Krimi. Im Film Oceans Eleven beispielsweise, wird der Tresorraum durch eine Kamera überwacht. Danny Ocean und seine Bande ziehen der Kamera den Stecker und speisen ein anderes Signal ein; ein Film, welcher aussieht wie der Tresorraum. Der Überwacher erhält ein falsches Bild und glaubt, das was er sieht, sei echt.

Wenn wir die Augen schliessen, ziehen wir dem Gehirn den Stecker zu dieser Kamera. Unsere Vorstellungskraft kreiert einen Film, welcher an Stelle der Kamera abgespielt ist. Bald 'glaubt' das Gehirn, das echte Kamerabild zu sehen. Es erlebt also etwas, als würde dies tatsächlich geschehen.

Nicht alle können sich Bilder mit geschlossenen Augen gleich gut vorstellen. Das ist normal, denn wir sind oft entweder visuell, auditiv oder kinästetisch und funktionieren nebst in Bildern auch mit Geräuschen, Gerüchen, Bewegung, Berührung.. Dafür haben wir viele Sensoren.

Ein Sonnenuntergang am Meer lässt sich nicht nur in Bildern vorstellen. Mit etwas Übung, können wir uns Geräusche, Gerüche, Temperaturen um. dazu entstehen lassen. Die körperlichen Symptome folgen dann von selbst und unser Körper erlebt am Ende etwas, als wäre es tatsächlich gerade passiert. Zu Wissen, dass es nicht echt war, macht dies am Ende nicht weniger wirksam.

Die Vorstellungskraft ist also enorm stark und so schnell wie die Bank ausgeraubt ist, ist oft eine Blockade gelöst oder ein Problem überwunden.

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11.05.2017 | Hemmungen und Faulheit

Was haben Hemmungen und Faulheit miteinander zu tun?

Hemmungen kennen wir alle. Sie können harmlos sein, zuweilen sogar ein klein wenig nützlich. Starkes Gehemmtsein lässt uns jedoch ein sehr eingeschränktes Leben führen. Wenn wir Zurückweisung erleben, verstärken sich Hemmungen - ein Teufelskreis. Durchbrechen kann diese/r, wer die 'Gehemmtheit' erkennt und sich dem zuwendet, was gebremst wurde. 

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Gehemmt sein ist nichts, worauf wir stolz sind. Nach dem Motto: "Lieber Bequem als verklemmt!" flüchten wir manchmal in eine angenehme Bequemlichkeit. Unbewusst. Wir reden uns ein ein, gar keine Träume und Entfaltungswünsche zu haben.

Wer vordergründig besonders bequem (oder faul) ist, ist im inneren manchmal vor allem gehemmt.

Als Kind haben wir einen natürlichen Drang, uns zu entfalten:
Wir möchten Dinge oder Menschen haben und behalten.
Wir möchten jemand sein, autonom werden und nein sagen können.
Wir haben bereits eine Sexualität, die wir neugierig erkunden wollen.
Kein Kind ist zu bequem, die Welt zu entdecken

Wird dies unterdrückt, wird aus dem allzu braven Kind ein gehemmter Erwachsener: Die Reste des Verdrängten bleiben im Hintergrund lebendig, undeutlich zwar, aber sehr zäh! Wer scheinbar faul (oder besser bequem, übernachgiebig, kraftlos) durchs Leben schleicht, spürt nicht selten nur eine unbestimmte Hemmung in diesen drei Bereichen.

Wir haben alle ein Recht darauf, etwas zu haben und zu behalten.
Ein Recht darauf, jemand zu sein, ernst genommen zu werden und etwas gestalten zu können.
Ein Recht darauf, Liebe, Zärtlichkeit und Sexualität zu erleben.

Gleichzeitig bildet sich im Unbewussten, quasi als Ausgleich, oft eine äusserst anspruchsvoller Gegenpol: Der Anspruchslose erhält eine Ausstrahlung von Unersättlichkeit, der Sanfte von diffuser Aggressivität und der Asexuelle von Lüsternheit. Hemmungen gehen oft einher mit äusserlicher Bequemlichkeit und innerer verborgener Unersättlichkeit.

Wer diese Dinge erkennt - und sich im positiven Sinne ent-täuscht - hat immer die Möglichkeit, dem zuzuwenden was wirklich gut tut. Hypnose ist dabei ein erstklassiges Werkzeug!

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11.09.2016 | Die Angst davor, zu leiden, ist schlimmer als das eigentliche Leid

Emilio Duró sagte bei einem Vortrag zum Thema "Optimismus und Vorstellungskraft", dass 99% all unserer Sorgen niemals eingetroffen sind und auch niemals eintreffen werden.

Wenn Du genauer darüber nachdenkst, stimmt das tatsächlich. Im Grunde genommen haben wir vor allem Angst davor, zu leiden.

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Wir befürchten, dass etwas eintreffen könnte, was uns Leiden lässt.

Angst ist ein natürlicher Instinkt, der uns aber manchmal hinters Licht führt. Wir neigen dazu, bei der blossen Vorstellung des Leides mehr zu leiden als in einer Situation, die zu einem wirklichen Leid führt. In diesen Situationen können wir lernen, unseren Ängsten zu begegnen.

Viele Menschen fürchten sich davor, zu lieben oder sich zu verlieben, aus Angst später einmal verletzt zu werden und verkriechen sich daher.

Es gibt nicht das eine Geheimrezept dafür, um die Angst vor dem Leiden zu verlieren. Wir können nicht einfach aufhören und alles vergessen. Andere Sichtweisen helfen aber, die irrationale Angst hinter uns zu lassen: Entscheide dich dafür, keine Angst mehr vor dem Leid zu haben.

Der Entschluss, keine Angst mehr zu haben, bedeutet den Gefühlen zu begegnen und sich nicht mehr von ihnen beherrschen zu lassen. Sich darüber Gedanken zu machen, was wir empfinden und herausfinden, wieso wir so fühlen. An Stelle einer ablehnenden Haltung können wir uns bewusst werden, wieso wir leiden. Das heisst: uns selbst beobachten und uns darüber klar werden, was wir denken, wie wir denken und was wir tun.

Begrenzte Phasen des Leidens gehören auch zum Leben. Sie um jeden Preis vermeiden zu wollen verstärkt die Angst - und erzeugt damit gleich wieder neues Leid. Wächst das (selbst)Vertrauen, dass auch Du kommende Leidensphasen bewältigen und hinter Dir lassen kannst, lässt die Angst nach.

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